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Einfache, effektive Einschaltverzögerung?
#1
Hallo,
hat jemand eine Idee wie ich mit dem geringsten Material-/Kostenaufwand eine simple aber narrensichere automatische Verzögerung für eine Hochspannung 450V/200mA aufbaue?
Konkret soll die Hochspannung in einem Röhrenamp 30-60sek nach der Heizspannung, sprich nach Betätigen des Netzschalters automatisch angelegt werden.
Es soll wenn möglich keine Leistung/Spannung in der Verzögerung verloren gehen.
So simpel wie möglich wäre gut. Geht das evtl. ohne eine aktive Schaltung, Relais etc.? Damit sich der Platz/Bauteileaufwand möglichst gering hält und nicht noch evtl. benötigte Versorgungsspannungen zugeführt werden müssen.
Heißleiter? Geht sowas?

Gruß und Danke schonmal

ERDMAENNCHEN_OF_DOOM
 
#2
450V/200mA bei voller Heizleistung zuzuschalten ist besser für die Röhren als direkt zu starten? Da bin ich aber anderer Meinung, da meine 6S33S von bereits 250V nicht sonderlich begeistert waren.

Ich hätte folgenden Vorschlag:

[Bild: 1857_1367926041_einschalt.png]

Direkt nach dem Gleichrichter. Der Schalter muss nachfolgend noch mit "Automatisierung" ausgefüllt werden. (Der Kondensator sollte die passende Spannungsfestigkeit haben)
 
#3
Hallo Erdmännchen....

wozu soll so eine Verzögerung gut sein?

Der Charme einer langsam anheizenden Röhre ist doch gerade der, dass auch der Anodenstrom langsam hochfährt.
 
#4
Wahrscheinlich geht es um die dabei entstehenenden/auftretenden "Strominseln" an der Kathode, wenn das Teil noch nicht warm ist.

(Hab ich mal gelesen)
 
#5
[Bild: 376_1367929600_XT90A_1.jpg]

[Bild: 376_1367929641_relais_thermiques.png]

6,3V / 0,33A, nach 90s wird der Kontakt geschlossen. Vielleicht findest du ja irgendwo noch welche. klappe
 
#6
Ja. Das ist stilecht Heart
 
#7
Die Sinnfrage sollte aber wirklich gestellt werden...

Also: Wozu das Ganze?
 
#8
Quecksilberdampfgleichrichter? Heart
 
#9
Wirklich sinnvoll wäre IMHO eine hohe negative Gitterspannung, die sich nach und nach abbaut und die Endröhren schließlich freigibt.
 
#10
Hallo Leutz,
der Grund dafür liegt in der Tat in der Schonung der Kathode.
Wenn eine 6L6-GC bei den 450V Ua die sie maximal kann und auch bei den maximalen 30W Anodenverlustleistung schwitzt ist die Kathode nicht eben froh drum wenn 450V im kalten Zustand an ihr zerren.
Die Leerlaufspannung ist gerade im Einschaltmoment ja auch nochmal höher als die 450V im Betrieb.
Konnte bei El84, 6L6 und sogar ECC82 bei hohen Ua beobachten wie richtige Bröckchen aus der Kathode auf die Anode befördert wurden. Oder die Röhren waren nach wenigen hundert Stunden "platt". Anodenspannung verzögert über einen Schalter angelegt, sonores "Plopp" im Laustprecher, der Gleichrichter muss schwitzen und die Ub+ geht für Sekundenbruchteile in die Knie bevor sie auf Sollwert ist aber die Röhren leben glücklich vor sich hin.
Da es der Amp wird den ich mit meiner Jugendgruppe baue, scheidet die Lösung mit zwei einfachen Schaltern aus. In einem Jahr weiß keiner mehr wie das bedient wird und die Röhren werden zu Tode geschaltet.
Also muss eine simple, zuverlässige Lösung her.
Die Relais von kahlo sind natürlich großes Kino.
Sich abbauende negative Gittervorspannung ist technisch schon zu kompliziert.
Soll ganz simpel und zuverlässig sein am besten mit einem oder ein paar Bauteilen die tunlichst auch keinem Verschleiß unterliegen.

Gruß
ERDMAENNCHEN
 
#11
Meinst Du den Effekt, der im englischen als "cathode stripping" bezeichnet wird? Das ist für Verstärkerröhren die unter den spezifizierten Bedingungen betrieben werden kein Problem. Dazu werden Feldstärken von mehr als 4 MV/m benötigt (siehe M.Blencowe, "Designing PowerSupplies for Tube Amplifiers", Seite 94 und da zitierte Literatur). Diese Feldstärke bekommst Du mit ein paar hundert Volt bei den gängigen Röhrchen nicht hin (anders mag es bei "Ozonerzeugern" mit Senderöhren aussehen).
Wenn Du da Ausfälle hattest, waren die wohl eher auf schlechtes Vakuum zurückzuführen. Die beliebten NOS Röhren liegen ja schon einige Jahrzehnte unter irgendwelchen Bedingungen rum und wurden dadurch nicht besser.
 
#12
Zitat:Original geschrieben von ERDMAENNCHEN_OF_DOOM
Sich abbauende negative Gittervorspannung ist technisch schon zu kompliziert.
...muss keineswegs sein. Das kann man sogar sehr klug hinbekommen.

Zitat:Original geschrieben von ERDMAENNCHEN_OF_DOOM
Soll ganz simpel und zuverlässig sein am besten mit einem oder ein paar Bauteilen die tunlichst auch keinem Verschleiß unterliegen.
MEINE Schaltungen sind IMMER ganz simpel und bestehen aus ein paar Bauteilen die tunlichst auch keinem Verschleiß unterliegen. An dem Rest der Forderungen arbeite ich noch.... klappe

Ne, im Ernst. Zeig mal bitte das Schaltbild des Netzteils und der Endstufe. Dann gucken wir mal.
 
#13
Moin,
komme leider momentan mal wieder zu wenig bis nichts, darum so lange keine Reaktion von mir.
Netzteil und Schaltung sind auch noch nicht gezeichnet.
Aber das Problem hat sich wie es aussieht gelöst. Es wird ohnehin ein getrennter Netz- und Heiztrafo.
Damit kann ich die Hochspannung dann mit einem simplen Verzögerungsrelais auf der Primärseite vom Anodentrafo einfach zuschalten. Innenwiderstand des Trafos und Ladestrombedarf der Elkos dürften sie so zusätzlich noch "weich" zuschalten.

Gruß
ERDMAENNCHEN
 
#14
Danke für die Info! Smile