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bräuchte Hilfe für Fehlersuche/Feintunnig
#41
Zylon ist also noch nicht fertig, da wäre anschienend noch ne menge dran zu machen ...
das ist für mich Zuhause dann doch eher schwierig, unser gesammtes Haus läuft über einen FI-Schalter und nur damit ich im E-Fall nicht sterbe das gesamte Eigenheim stromloß machen misstrau
nene, das lassen wa ma, sonnt kommen Elterns noch an motz
, vllt als über(-über...) nächstes Projekt...
Aber der Zylon scheint wahrlich "Spannung" ins Forum zu bringen lachend

Stellt sich mir nun die Frage D-Amp-Modul oder Eigenentwicklung...
Werd mich mal mit meinem Bastel-Kumpel/Gehilfen kurzschließen - wenn er ausm Urlaub wieder da ist ...

oder gibs vllt noch andere Vorschläge?
 
#42
Hier schlagen oft User auf, die denken, dass D-Amps ideal sind, um gigantische Leistungen zu produzieren.

Und dann, während der Planung oder während des Aufbaus, sehen diese User, dass D-Amps die Probleme der "hochwattigen" Verstärker erstmal nur verschlimmern. Wenn beim Analog-Amp beispielsweise 10A bei 1kHz fließen, so fließen beim D-Amp 11A bei 500kHz. Dazu kommen dann noch die "kleinen Effekte", so dass die Impulsspitzenströme leicht bei 100A liegen.

Man muss sich also den 90% Wirkungsgrad teuer erkaufen, man hat es mit grundsätzlich 500-fachen Schwierigkeitsgraden zu tun! Und ist sich gar nicht bewusst, dass ein mit Sinus voll ausgesteuerter analoger Amp auch mit Wirkungsgraden von 70% und mehr Prozent aufwarten kann.

Hinzu kommt noch, dass - wie ja auch bei Deinen Modulen ausführlich beschrieben - Musik eben nicht aus einem konstanten Sinuston besteht. Musik besteht an sich aus einem eher leisen Pegel. Dieser Grundpegel wird von den gewaltigen Bassschlägen ergänzt. Diese Schläge müssen hohe Impulsleistungen bewirken.

Unglücklicherweise tut man sich gerade beim D-Amp schwer, ihn für hohe Impulsleistungen auszulegen. Man findet einfach keine Halbleiter mehr, die höchste Frequenzen an höchsten Spannungen mit niedrigen Verlusten leiten können. Beim Analogen findet man dagegen sehr wohl derartige Transistoren, weil die Frequenzen so niedrig sind.

Wenn immer User von D-Amp-Leistungen größer als 100 Watt reden, bin ich höchst misstrauisch. Und manche User sagen sogar, dass sie D-Amps bauen wollen, weil die analogen Amps bei ihnen nicht hinhauten.

Ich persönlich denke nicht, dass "hohe Leistungen" die Hauptaufgabe eines D-Amps sind. D-Amps sind IMHO eher dazu geeignet, eine uns im analogen Bereich völlig unbekannte Klangqualität anzubieten. Schau Dich mal im SODFA-Bereich des Forums um.

Und D-Amps sind ideal dazu geeignet, auch noch das letzte aus Speisebatterien rauszuholen.

Und die hohen Leistungen sollte man denen überlassen, die ahnen was es bedeutet, viele zig Ampere in wenigen Nanosekunden (!!!!) ein- oder auszuschalten und mindestens ein 500MHz-Scope besitzen.
 
#43
Naja, Class D macht bei Leistung schon Sinn... die PA Seite kippt langsam komplett "rüber" -> dort werden Endstufen im oberen Leistungsdrittel permanent betrieben. Die D Amps sind einfach betriebsicherer, da sie wesentlich weniger Verlustleistung erzeugen.

Muss man mit 20-30kW beschallen und 30% sind Wärme ... och nö.
Zudem das positive Verhalten an reaktiven Lasten ... bessere Kontrolle über die Energieflüsse !

Klingt absurd, ist aber so.
Ich kann Gucki aber verstehen, ohne Übung ist das nicht zu schaffen, aber nicht unmöglich.

Gut, ich habe auch schon in einem Prüffeld neben einem 5MW Frequenzumrichter samt Motor gestanden... einfach geil wenn sich der Motor in Gartenlauben Maßstab ganz sanft aus dem Stand, ohne ruckeln langsam auf 5-6Hz hoch dreht Heart
Versucht sowas mal ohne Frequenzumrichter ... ähnlich verhält sich das bei Verstärkern ...

Tatsache ist, man betritt den ziemlich heiklen Bereich der Leistungselektronik...aber das Know How wächst ständig.
Da sollte man drinn stecken, mal eben so nebenbei ist das ein Kampf.
(Mit 20MHz Scope hatte ich etwas über 9 Monate gebraucht)


"Ich hab Millionen von Ideen und alle enden mit Sicherheit tödlich."
 
#44
BTW:
Das heikle an der Leistungselektronik ist die permanente letale Gefahr aufgrund der Spannungsebene und der Energie die vorliegt.
Nen Kurzschluss kann ganz böse Verbrennungen hinterlassen (Redegle hat nur seine Pinzette abgemurkst), zudem hat man über 80V zunehmend Probleme mit den stabilen Lichtbögen im Fehlerfall, es brennt einfach.
Die geladenen Elkos können einen bei einem Fehler auch ohne Netzverbindung dahin raffen ... wenn Bauteile (umso kleiner, umso schmlimmer) überlastet werden, explodieren sie - sehr schnell und ohne Vorwarnung.

Daher am besten Erfahrungen mit Schaltnetzteilen und/oder Frequenzumrichter sammeln ... sind wohl so ziemlich die Industrieapplikationen. Da steckt schon ein haufen Erfahrung bzgl. der Schaltungstechnik und den Bauteilen drin.
Gerade Letztere entwickeln sich grad heftigst Heart
"Ich hab Millionen von Ideen und alle enden mit Sicherheit tödlich."
 
#45
cool, neues Wort gelernt "letal"=tötlich Confused
OK das es schwierig und gefährlich ist hab ich begriffen motz

Ergo: sieht es sehr danach aus, dass ich mich erstmal mit dem Modul befasse.

Danach kommt mein Projekt Nr2 - aus dem Hinterkopf (Mehrfarbiges LED-Stroboskope/Lichterorgel) Heart

Und wenn ich in nem halben oder ganzen Jahr in der Uni auch was über "(Einführung in die) Hochfrequenztechnik", "Analoge und digitale Filter" und "Grundlagen der Regelungstechnik" gehört habe,
werd ich es sicher nochmal versuchen mit nem D-Amp und dann diesen Amp:
http://sound.westhost.com/project68.htm ablösen.
Damit werden dann auch die 3 CPU-Kühlkörper wieder frei lachend

Bei 80V stabiele Lichtbögen? Dann sind die Leiterbahnen aber schon recht dicht beinander, oder?
Obwohl wenn ich so drüber nachdenke, das Schweißgerät von Papa hat auch nur 48V~ oder sowas ... überrascht
 
#46
Ich meine nicht die Überschlagsspannung ... wenn ein Bauteil verreckt und es zu einem Kurzschluss kommt, wird in ziemlich kurzer Zeit (µs - ms) alles verdampft ... verdampfen Metalle gibts schnell ein stabiles Plasma ... und schon fackelt das rum.

Bei DC halt sehr dramatisch, da kein Nulldurchgang das brennende Plasma löscht Rolleyes
"Ich hab Millionen von Ideen und alle enden mit Sicherheit tödlich."
 
#47
tut mir leid Leute, aber
meine Prüfung heute ist fertig Confused
und es juckt mir in den Fingern ;baeh ich bin am schaltungsdisignen,
für ne eigenkreation mit :
FET: IRFB31N20D mit Schottky: MBR20200CT
und als Treiber: IR2110 (für den hab ich schonmal ne Eagle-Bibliothek angelegt...)

bin allerdings über die Flussspannung von Schottky und inverser Diode gestolpert, die sind sich etwa gleich - jeh nach Temperatur.
Wenn die Schottkydiode warm und der FET kalt ist klappt das den diagrammen nach,
nur aus irgend einfem Grund vermute ich das es andersherum seien wird...

geht das nun einfach mit paralelschalten oder muß ich noch besondere maßnahmen teffen?
Diode in reihe zum FET zusätzlich und/oder...???
 
#48
Es gibt viele uns bekannte Möglichkeiten, das Zünden der Backdiode zu verhindern. Wichtig ist bei allen Methoden, dass sie eher von Laufzeiten und Nanohenry abhängen, als von Datenblatt-Werten. Du kannst also ne Maßnahme gänzlich unwirksam machen, wenn sie im Layout an der falschen Stelle sitzt.

In jedem Fall brauchst Du gutes Mess-Equipment. Wie siehts da bei Dir aus?
 
#49
also ich dachte die Schottky so dicht es geht an den FET ranzubringen...
und nicht sonne wahnsinnig hohe Dreiecksfrequens, vllt 100kHz muß mal überschlagen was für die Spule am ende bei rauskommt...

mein "Mess-Equipment" ist Conrad Art-Nr. 121887:
Zitat:Voltcraft DSO-2090 USB Oszi-Vorsatz
* Bandbreite 40 MHz, 2 Kanal
* Samplingrate 100 MS/s Real Time
in Kombination mit meinem Lepptop also ggf. auch Potentialfrei...
 
#50
Wenn die Viecher zusammen auf dem Kühlkörper sitzen, passt es wieder.
Ansonsten ist es wie Gucki sagt, erstmal müssen die Ströme in ns fliessen können ...
"Ich hab Millionen von Ideen und alle enden mit Sicherheit tödlich."
 
#51
Also direkte Messungen werden Dir damit nicht gelingen. Also musst Du indirekt messen. Über den Strom der Endstufe am Lastwiderstand. Dazu musst Du die Endstufe mit verstellbarer Gleichspannung ansteuern. Im Nullpunkt sollten auch nur geringe Ströme fließen. Wenns hoch kommt 100mA.

Und dann verstellst Du die Eingangsspannung und schreibst Dir jeweils die Versorgungsströme in Abhängigkeit von der Eingangsspannung auf. Die Division sollte ne glatte möglichst horizontale Gerade geben ohne Treppen. Alles natürlich schön mit Strombegrenzung machen, damit nichts kaputt geht. Ich hoffe, dass Du ein derartuges Netzteil hast.

Und jedesmal, wenn Du ne kleine Änderung in der Endstufe machst, musst Du das wieder genauso durchmessen.

Wer kein ausreiches Equipment hat, muss halt zumindest Zeit einsetzen. Wink
 
#52
hab 2 Labornetzteile 1x3-15V und 1x3-30V
leider beide ohne Strombegrenzung (bzw nur max 5A Begrenzung vllt), aber
da läßst sich sicher mit ne Konstsromquelle hinterschalten auf was für nen Strom begrenzt man denn da so?
aber vom Messen bin ich erstmal noch weit weg...
 
#53
Du musst den Strom halt so begrenzen, dass zu keinem Zeitpunkt Deine Endstufen-MOS zerstört werden können.

Aber ich hab fast mehr den Verdacht, dass Deine Netzteile nicht ausreichen, um die Endstufe zu versorgen. Für mehr als ne 50 Watt-Endstufe an 4 Ohm Last werden Deine Netzteilchen nicht reichen, oder rechne ich falsch? misstrau
 
#54
Ich hab falsch gerechnet, weil ich mich verlesen hab. Ne Halbbrücke kannst Du damit bestenfalls bis 20 Watt versorgen.
 
#55
naja hab da ja noch den trafo mit 18V-0V-18V da kommt man am äußersten Ende mit Reihenschaltung und einfacher dioden glälltung schon auf
18+18=36V~ also ca +-50V= ;baeh
aber is halt schon schlecht mit Regeln und Strombegrenzung usw... klappe

Aber hier und da lässt sich sicher noch n kleines NT zum in reiheschalten ranorganisieren... Confused
Zum testen muß ja eben kein großer Stron geliefert werden - ganz im Gegenteil.
 
#56
Das stimmt nicht. Du solltest schon nen Lastwiderstand dran haben. Ohne Last verhält sich die Endstufe ganz anders. Denk bitte an den Filter.

Nochmal mein Text:

Zitat:Also direkte Messungen werden Dir damit nicht gelingen. Also musst Du indirekt messen. Über den Strom der Endstufe am Lastwiderstand. Dazu musst Du die Endstufe mit verstellbarer Gleichspannung ansteuern. Im Nullpunkt sollten auch nur geringe Ströme fließen. Wenns hoch kommt 100mA.

Und dann verstellst Du die Eingangsspannung und schreibst Dir jeweils die Versorgungsströme in Abhängigkeit von der Eingangsspannung auf. Die Division sollte ne glatte möglichst horizontale Gerade geben ohne Treppen. Alles natürlich schön mit Strombegrenzung machen, damit nichts kaputt geht. Ich hoffe, dass Du ein derartuges Netzteil hast.
 
#57
BTW:
Immer beliebt als Strombegrenzer -> Leuchtmittel ... Glühobst Rolleyes
bei den 18V machen sich 5-10W 12V Halogen ganz gut ... der Fehlerfall wird sicher signalisiert ... Tongue
"Ich hab Millionen von Ideen und alle enden mit Sicherheit tödlich."
 
#58
das klingt nach meinem Geschmack: ne Glühlampe - günstig, einfach und effektiev Big Grin
danke für den Tipp!

So, ein vorläufiger Schaltplan ist da Smile
https://stromrichter.org/d-amp/content/i...Amp3.0.gif
mann is das unübrersichtlich geworden motz
ob da trotzdem jemand durchsteigt? klappe

viel spaß beim "in der luft zerflücken"
btw. die bauteilwerte müßen noch angepasst werden...
 
#59
Hem ... hat das Geröddel mit dem 4er Komp. nen tieferen Sinn ?
Eine Invertierung bekommt man auch wesentlich einfacher hin ... im Einfachsten Fall reicht nen kleinsignal Fet oder Transistor.

Unsymmetrische Versorgung zwingend erforderlich ?
Wird wohl etwas eng mit 15uF als Stütze...

BTW:
Schon mit LTSpiceIV angefreundet ? -> unbedingt machen, wir simulieren fast nur noch vorm Löten ... erspart etwas Frust Wink
"Ich hab Millionen von Ideen und alle enden mit Sicherheit tödlich."
 
#60
Damit macht Kischo die deadtime-Einstellung, Basstler. Hat er ja schon im 1. Beitrag gezeigt. Fand ich geschickt.

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Trotzdem: Simulation muss sein.