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MOSFET Tester
#61
Wie ich schon im letzten Beitrag vorschlug: man könnte sich den verfügbaren Ausgangsspannungshub des 211x mit einer Kapazität an dessen Ausgang besser "aufteilen". Nullpunktverschiebung wie beim Cheap.

Der Mehraufwand pro Gate wäre: ein C, eine Zener-D, eine normale Diode und ein Querwiderstand zwischen Gate und Source.

 
#62
ja, klar, muss man mal versuchen...

andere variante: induktive gate-kopplung
treiber macht 0/12v , an den gates sind +/- 10v
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#63
Nabend,
hier ist ja richtig was los (Verhältnis) !

Das Problem mit dem Gate zuhalten ist ja im Prinzip bekannt (merkt man ja schon an den "mehr" an Todzeit, als laut DB nötig), aber dank alfsch ist es nun bewiesen...

Ab nächste Woche habe ich mal genug Zeit, eine neue Post-Treiber-Stufe zu bauen, wie schon bekannt mit pnp Transe dicht am Gate. Müsste schon etwas bringen.

Wegen Negativ-Gate... der IR2110 kann 20V ab, wie wärs mit einer kleinen negativen Hilfspannung -5V -> "GND" -> +15V ...
"GND" dann an Source...schaltet IR21xx aus, zieht er Gate auf -5V relativ zu "GND".
"Ich hab Millionen von Ideen und alle enden mit Sicherheit tödlich."
 
#64
Zitat:hier ist ja richtig was los
jo, ich versuch mich als pausen-clown Rolleyes

Zitat:Wegen Negativ-Gate...
mit dem hi-side-treiber wirds etwas schwieriger.. Wink
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#65
Mit den PNP/NPN Treiber direkt vorm Gate hab ich ja bei meinem SNT gemacht.
das kann ja dann auch so 50A schalten. hab nur nich keine Kühlkörper an den Mosfets.Brauch ich ja auch nicht bei 140W werden nichtmal handwarm.
Werde morgen mal direkt die gatespannung messen die sollte ja wenn der untere Mosfet schaltet bzw kurz davon leicht ansteigen.
Ich stelle dann mal nen Bild rein.
 
#66
bzgl dem "hochpumpen" der gate-spg nach dem abschalten der back-diode:

;light

bei genügend heftigem abschalten -> neg. peak am gate -> schutzdioden im treiber bzw treiber-ic liefern strom ins jetzt negative gate --> nach dem peak : gate hat jetzt zusätzliche ladung bekommen! + wird somit /zumindest kurzzeitig / positiver als die 12v , mit denen es eigentlich angesteuert wird

;prost
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#67
Zitat:Original geschrieben von alfsch

Zitat:hier ist ja richtig was los
jo, ich versuch mich als pausen-clown Rolleyes

Ach was, Du lieferst wichtige Grundlagen...

Zitat:Original geschrieben von alfsch
Zitat:Wegen Negativ-Gate...
mit dem hi-side-treiber wirds etwas schwieriger.. Wink

Naja...nee, zumindest wenn wann sich vom Bootstrap trennt.
Will das Mal probieren, die Zwangsbegrenzung der Modulation frisst mir zuviel Pulsweite und ist wohl auch bei Übersteuerung einer der Zerstörenden Faktoren.
Zumindest bei Leistungsendstufen....da stört mich der minimale Mehraufwand auch nicht mehr.
"Ich hab Millionen von Ideen und alle enden mit Sicherheit tödlich."
 
#68
Zitat:Original geschrieben von alfsch
...treiber-ic liefern strom ins jetzt negative gate --> nach dem peak : gate hat jetzt zusätzliche ladung bekommen!...

Klar! Aber gibt es denn schon ne Theorie, wieso das Gate überhaupt negativ wird?

BTW: den Pausen-Clown machste aber ziemlich professionell. Kann man Dich buchen? Wink
 
#69
Zitat:Kann man Dich buchen? Wink
muss ich erst meinen manager fragen..Tongue

Zitat:gibt es denn schon ne Theorie, wieso das Gate überhaupt negativ wird?
ganz einfach: die induktivität am source , 8nH vom chip raus, ..+10nH draht aussen...fällt der strom hier stark, wird der source entsprechend negativ -> Cgs is ja 90% der gate-kapazität und somit wird das gate fast genauso negativ, wie der source
is das gate zb auf +11v, und source wird negativ, dann kommt vom treiber weitere ladung ins gate; wird source mehr als -12v negativ, gehen sogar die schutzdioden des treiber an.. Wink

zb bei 20nH + 20A/20ns di/dt -> dU -20v überrascht überrascht
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#70
Jo. Das hab ich verstanden. Super.

Nur das mit den Schutzdioden im Treiber versteh ich noch noch. Wenn ich recht erinnere, handelte es sich bei den IR-Treibern um reine Gegentakttreiber, die wahrscheinlich sogar ne Stromüberlappung zulassen, was aber durch relativ hohen Innenwiderstand der Treiber-Ausgangs-MOS nicht so schlimm ist.

Ein Transistor des Treiberausgangs leitet also immer. Und das auch ohne Weiteres in inverse Richtung.

Wie kommst Du auf die Idee von den Schutzdioden? Gabs dazu einen Hinweis?
 
#71
der 2110 hat intern auch mosfets als output...
[Bild: 18_i34.png]
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#72
Das war mir klar.

Damit der diskrete Endstufen-MOS ausgeschaltet wird, wird der untere MOS des Treiber-Ausgangs leitend. Dabei kann auch invers Strom fließen, wenns sein muss. Die zugehörige Treiber-Backdiode kann dann IMO nicht einschalten.
 
#73
Also das scheint wirklich so zu sein. Laut altem Siemens-Handbuch wird bei positiver Vgs und negativer Vds der MOS invers betrieben und sein Kanal parallel zur Backdiode geschaltet. Diese kann also erst dann einschalten, wenn der Spannungsabfall am Kanal 0,7 V erreicht hat. Insgesamt nimmt der MOS in dieser Betriebsart die Charakteristik einer Schottky-Diode an.

Kann es sein, dass es einen idealen Bereich für die Totzeit gibt? Wenn man die Zeit zu kurz macht, fließt in beiden MOS ein Querstrom. Macht man sie jedoch zu lang, so fließt zwischen pn-Backdiode und MOS ein Querstrom. Macht man die Totzeit optimal, so wird der Strom der Ausgangsdrossel im invers betriebenen MOS abgebaut statt in seiner zugehörigen Backdiode.
 
#74
Zitat:Kann es sein, dass es einen idealen Bereich für die Totzeit gibt?
nein, nicht "kann"...sondern : ganz klar ja!

johnW. nannte das den "sweet spot" Heart
genau wenn ein mos abschaltet, übernimmt der andere den strom...wenn der arbeitspunkt bei drift/temp.schwankung eingehalten wird, haste gewonnen Tongue
driftet das timing minimal, gibts nen shoot...haste verloren Cry
das is eigentlich das glitzekleine problem daran... misstrau

das wissen (jetzt) nicht nur wir, Texas hat sogar schon schaltregler gebaut, die genau dieses timing adaptiv korrigiert einhalten! leider nur für die hi-power switcher 12v -> 1,5v , für die cpu-versorgung auf den mainboards : bei nem buck-converter mit aktivem gleichrichter gibts exakt das gleiche problem: der aktive gleichrichter-mosfet muss so gesteuert werden, dass seine backdiode nicht aktiv wird, da bei zig ampere und 400khz takt jede "falsche" ns gewaltig wärme produziert...

btw die deadtime stellt hier ein problem dar: haste zb 20ns dead, bei 10a last, kommen 200nC ladung in die backdiode, gibt zb 20a strom-peak; schaltest du nun langsamer, wird der back-peak geringer, du brauchst aber mehr deadtime -> mehr nC in die diode -> längerer back-peak /// schaltest du nun schneller, kann deadtime reduziert werden, weniger nC in der diode, aber durchs schnelle schalten sehr heftiger, kurzer peak -> emi Sad
du hast also die wahl zwischen "mies" und "ganz mies" misstrau
zt entscheidend für die sinnvollste wahl is eben dann das verhalten der backdiode...man wählt das geringere übel Rolleyes
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#75
Können wir uns eine Hilfsschaltung vorstellen, die nur in der Pausenzeit wirkt und dafür sorgt, dass bei der nächsten aktiven Halbwelle alles optimal stromfrei ist?
 
#76
vorstellen schon Rolleyes
der regler von Texas misst den shoot, und verschiebt das timing adaptiv solange, bis minimaler shoot bzw gar keiner mehr...und speichert den wert.
ns-weise das timing zu verändern und den zustand zu speichern...nett oder? aber nachmachen... misstrau
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#77
Das mein ich nicht. Ich meine eine Zusatzschaltung, die nur in den Schaltpausen aktiviert wird und die Energie der Ausgangsdrossel rückspeist.
 
#78
ka wie du das machen willst.. misstrau
ich hab keine idee dazu Sad
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#79
Was hälst Du von folgender Modifikation.

[Bild: 1_pushpull.jpg]

L1 und L2 sind zwei getrennte Drosseln.
 
#80
gucki, klasse... Tongue

kleiner wermutstropfen: crown hatte das 1998 vorgestellt Rolleyes
http://www.crownaudio.com/pdf/amps/bcapaper.pdf

+ back-dioden effekt weg , bzw reduziert auf schnelle dioden
- 2 spulen laufen immer auf vollast-strom

-> no free lunch Wink
[Bild: 18_bca.png]
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