• .
  • Willkommen im Forum!
  • Alles beim Alten...
  • Du hast kaum etwas verpasst ;-)
  • Jetzt noch sicherer mit HTTPS
Hallo, Gast! Anmelden Registrieren


Audio-Triodenendstufe ohne Ausgangsübertrager?
Warum ein Vergleichstyp? In #80 hab ich doch die Dinger bei eBay für ? 1,-- gezeigt.
 
Sorry.... nichts ist vergänglicher als ein Link auf eBay. Jetzt kosten sie schon mehr. Hat Hoppi zugeschlagen? lachend
 
Hab mir eben mal ein paar Datenblätter reingezogen. Von 10mA bis Ic=1A ist der BU4525AX-hfe wirklich sehr gerade. Mein BU2525AX ist lange nicht so gut.

Theoretisch würde allerdings sogar ein TIP3055 gehen, weil wir ja geringe Spannungen haben.

In jedem Fall wird sich was finden. Wär nur etwas Fleißarbeit nötig. Wir können sicherlich mit hfe=100 rechnen. So bis Ic=2A.

Damit lässt sich schon ordentlich was anfangen. Rund 15 Watt Sinus. Wir kämen dann schon in Bereiche guter Röhrenverstärker mit Eisen.
 
Der BU4525AX ist bezüglich der hfe-Linearität wirklich eine Ausnahme. 10%-hfe-Varianzen zwischen 10mA und 2A.

Wenn man höhere Stromverstärkungen braucht, so sollte man ihn besser kaskadieren.

Wenn man das ein ganz klein wenig geschickt anstellt, so kann man damit sogar einen Arbeitspunkt finden, bei dem der Gesamt-hfe von rund 100 stromunabhängig ist. Denn in kleinen Strombereichen steigt der hfe ganz langsam an. Und bei hohen Strombereichen fällt er dann wieder.

Wer nen lineareren BJT findet, den weise ich in das Geheimnis der dunklen Seite der Macht ein... klappe
 
Als Alternative zu den nun schon stolzen 4 BJT im Gegentakt-Triodelington böte sich ein Stromspiegel an.

Also jeweils 2 gleiche und thermisch gekoppelte BJT und zwei Widerstände, deren Verhältnis die Stromverstärkung festlegt. Pro Kanal also auch vier BJT, genau wie beim hfe=100-Triodelington mit kaskadierten BJT.

Bei dem Konstrukt wäre man nicht mehr auf lineare BJT angewiesen (kann also Typen mit hohen hfe wählen, sogar Darlington oder MOSFETs) und könnte obendrein auch noch eine komplementäre Ausgangsstufe hinbekommen. Dazu würde ein Triodenstrom anodenseitig gespiegelt und der andere Triodenstrom katodenseitig.

Im Gegenzug vereinfacht sich das Netzteil.

Man nähert sich dann aber wieder Marios umfangreichen Hybrid-Konstruktionen, die mich nicht wirklich fasziniert haben.
 
Zitat:Original geschrieben von Rumgucker
Als Alternative zu den nun schon stolzen 4 BJT im Gegentakt-Triodelington böte sich ein Stromspiegel an.
Mir scheint, der Triodelington ist ein Stromspiegel. Ok, die Hälfte der klassischen Stromspiegelschaltung ist weggelassen worden und die Stromverstärkung durch ein tauben Transistor anstatt Widerstandsverhältnisse festgelegt worden.

[Bild: 376_1401556352_Spiegel01.png]

Wenn R1 gross genug ist, wird die Stromverstärkung des Stromspiegels nur noch von der Verstärkung des Q1 bestimmt. Dann kann Q2 und R1 weggelassen werden. Übrig bleibt der Triodelington...
 
Wenn der Stromspiegel allerdings wieder vervollständigt wird, ist die Abhängigkeit von den Transistorparametern verschwunden. Dann braucht keiner mehr einen BU4525...
 
Zitat:Original geschrieben von Rumgucker

Sorry.... nichts ist vergänglicher als ein Link auf eBay. Jetzt kosten sie schon mehr. Hat Hoppi zugeschlagen? lachend

Hoppi nicht.... ;baeh
Nur schnell noch....ohh.....hmm.....shit......na egal!
Nicht alles was funktioniert sollte es auch.
 
Das heisst, Darius hat durch geschicktes Selektieren eines bestimmten BJT's 1 Widerstand und 1 BJT eingespart. Wenn wir nicht sparen, kann der BU4525 auf Ebay oder bei Mad bleiben.

[Bild: 376_1401558434_Spiegel02.png]

Na ja, ich hab manchmal eine lange Leitung... Rolleyes
 
Ich hab's nicht so mit Transistoren... vielleicht eine bløde Frage: Kann Q1 nicht durch eine Diode ersetzt werden?
Weih
 
jo, kann. nur...die Kennlinie ist nicht genau fie selbe, daher nimmt man 2 gleiche bjt , wenn Präzision gewünscht ist
    Don't worry about getting older.  You're still gonna do dump stuff...only slower
 
Da es bei dieser speziellen Anwendung nicht auf absolut korrekte Spiegelung des Stromes ankommt, kann meiner Meinung nach ein Transistor durch eine schnøde Diode ersetzt werden.

[Bild: 376_1401561851_Spiegel03.png]

Und der andere Transistor darf frei gewählt werden... solange er nicht so taub wie der BU4525 ist lachend .
 
Nun könnte man sich die nächste Frage stellen: Wenn es nicht auf absolut korrekte Spiegelung ankommt - kann man dann etwa auch die Diode weglassen? Mal sehn.

Mit Diode:
[Bild: 376_1401569105_Spiegel04.png]


Ohne Diode:
[Bild: 376_1401569160_Spiegel05.png]

lachend
Da hat Darius durch Verwendung eines superspeziellen BJTs einen Widerstand eingespart?

Brems mich mal einer...
 
Ich geb ja zu: Mit 2 gleichen BJT sieht alles super akkurat aus. Aber brauchen wir hier diese Akkuratesse? Darius hat doch auch alles weggemogelt. Durch den einen Widerstand gewinnen wir die freie Wahl des Transistortyps, sonst ändert sich doch nichts?

misstrau
 
Zitat:Original geschrieben von kahlo
die Hälfte der klassischen Stromspiegelschaltung ist weggelassen worden und die Stromverstärkung durch ein tauben Transistor anstatt Widerstandsverhältnisse festgelegt worden.
......
Wenn R1 gross genug ist, wird die Stromverstärkung des Stromspiegels nur noch von der Verstärkung des Q1 bestimmt. Dann kann Q2 und R1 weggelassen werden. Übrig bleibt der Triodelington...

Jepp. Das ist der Kern.

Zitat:Original geschrieben von kahlo
Da hat Darius durch Verwendung eines superspeziellen BJTs einen Widerstand eingespart?
Brems mich mal einer...

Warum bremsen? Das ist perfekt argumentiert!
 
Zitat:Original geschrieben von kahlo
Durch den einen Widerstand gewinnen wir die freie Wahl des Transistortyps, sonst ändert sich doch nichts?
Naja... man muss bedenken, dass das Triodelington in der Katodenzuleitung befindlich ist. Ein vollständiger Stromspiegel verändert die Spannungsverhältnisse wesentlich stärker als ein Triodelington. So wirkt ein Stromspiegel stark (strom)gegenkoppelnd. Ein Triodelington (fast) nicht. Daher ist ein Triodelington universeller einsetzbar, wenngleich auch die 0.7V Katodenpotentialverschiebung bei steilen Trioden relevant sein könnten.
 
Man müsste den Stromspiegel anodenseitig anbringen, wenn man an der Katode nichts verändern will. Das hatte ich 2008 gezeigt:

[Bild: 1_multriode.png]

und argumentiert:

http://include.php?path=forum/showthread...ntries=510


--------

BTW: hochaktuell ist übrigens der diesem Beitrag folgende Disput mit Gerd. Hochaktuell deswegen, weil mein Querdenker-Trick durch Einführung eigener Begrifflichkeiten (Orgelpfeife, Knickfrequenz, Kapitän, Teillast) schon damals kritisiert wurde. Ich antwortete Gerd

"Es geht mir um ein Gedankenmodell in meinem Kopf. Dass ich mich grundsätzlich anders an Probleme heranarbeite als Du, das haben wir ja nun 1000-mal gesehen. Mit dem Ergebnis, dass ich in einer Tour auf innovative Ansätze stoße, während von Dir nie was Neues kommt. Jedenfalls nichts, was ich als "neu" empfinden mag."

;baeh
 
Na endlich! Kathoden - und Kollektorschaltung. Big Grin
Bei Dicky Hoppenstedt konnte das Geschlecht auch nicht so einfach bestimmt werden.



 
Zitat:Original geschrieben von Hoppenstett
Na endlich! Kathoden - und Kollektorschaltung. Big Grin

Nö! Katodenbasis- und Emitterbasisschaltung.

Eine Kollektorbasisschaltung (= Emitterfolger) kannst selbst Du da doch wohl nicht entdecken..... überrascht
 
Der Emitter von Q1 soll auf Masse liegen ??? ;wall
Deine Schaltung hat keinen Ausgang so wäre es genaugenommen erstmal garnix ?
Bei Dicky Hoppenstedt konnte das Geschlecht auch nicht so einfach bestimmt werden.