• .
  • Willkommen im Forum!
  • Alles beim Alten...
  • Du hast kaum etwas verpasst ;-)
  • Jetzt noch sicherer mit HTTPS
Hallo, Gast! Anmelden Registrieren


TSZ-k
Bei der Vergrösserung der Funkenstrecke auf 1,5cm wird das Limit der Zündspule überschritten. Dann schlägt der Funken von der Spulenseite auf den Kern über. Die Isolation wird dadurch sicher nicht besser... Das heisst, die Schaltung ist gut genug, dass ein anderes Bauteil der limitierende Faktor ist.

Jetzt müssen wir uns nur darüber einig werden, dass das keine Magie ist klappe .
 
Reply
Die Magie ist wahrscheinlich ganz einfach erklärlich.

Wir haben zwar ungefähr die gleichen Streukapazitäten. Aber Deine Ausgangsspannung ist 10-fach größer als meine. Du speicherst also 100-fach mehr Energie in den Parasiten als ich.

Ich müsste meine Streukapazitäten auf 2.5nF vergrößern, um die gleiche Energie speichern zu können. Wegen der Transformation erscheint mir das primär wie 840nF. Primär sehen wir dann den gleichen transformierten Umschwingkondensator, weil Dein Trafo Deine kleineren Streukapazitäten stärker transformiert,

Dein Snubber wäre dann nur ein Schnörkel, den man auch weglassen kann.

Und dann sollte es auch bei mir knallen. Allerdings nicht in Luft. Sondern im Gas der Überspannungsableiter. Die Nebel lichten sich.

Das werde ich gleich mal erproben.

Wenn das so hinhaut, wie ich mir das jetzt zusammengereimt habe, dann steckt die Energie eben doch in einem Kondensator. Nur nicht in einem diskreten.

-----------------

BTW... die "Transformation einer Kapazität" kann man höchst trickreich nutzen:

   
 
Reply
Wow! 2nF auf Sekundär. Primär nix.

Der Überspannungsableiter leuchtet grell. Mein Monitorbild wollte fast zusammenbrechen. Hört sich auch ganz anders an. So kann ich natürlich nicht mehr auf der Sekundärseite oszillographieren. Da krieg selbst ich Angst.

Aber schön sieht das auf der Primärseite im Oszi nicht aus. Ganz ungewohnt. Da muss ich mich noch ein wenig mit befassen.

Aber nun ist klar, warum Deine Schaltung läuft.
 
Reply
Der Ableiter zündet auch bei jeder Kontaktschließung. Ohne Aussetzer.

So mit 100nF primär. Gelb 2A Spulenstrom. Blau Spulenspannung primär:

   


und so primär mit dem kompletten kahlo-Snubber:

   

Eine Änderung am Verhalten der Schaltung seh ich noch nicht.
 
Reply
Weil ich mich noch nicht trau, sekundär zu messen, hab ich ne alte Leuchstoffröhre ohne Starter angeklemmt und die Helligkeit optimiert. Und getestet mit IRF740 statt Relais.

Snubber bringt gar nichts. Primäre Kondis haben aber weiterhin Einfluss:

100nF... zu kurz.
330 nF ... optimal
1.5 uF ... zu lang und bringt weniger als 330nF

Aber jeder Schuss sitzt. 

Nun muss ich mir erstmal einen 1:10 Zusatzspannungsteiler fürs Scope basteln, damit ich sekundär wieder was seh.

Oder vier 130V VDR in Reihe und das parallel zur Sek-Wicklung, wenn die Kapazität nicht zu hoch wird.
 
Reply
(20.03.2025, 09:50 AM)Gucki schrieb: Nun muss ich mir erstmal einen 1:10 Zusatzspannungsteiler fürs Scope basteln, damit ich sekundär wieder was seh.

Die "mal schnell was messen - ohne HV Tastkopf" Methode ist: lege den 10:1 Tastkopf nahe an die HV...die kapazitive Kopplung reicht, um das Signal zu sehen, ohne das Oszi zu gefährden. "Genau" soundsoviel Volt ist da ja meist nicht so wichtig...

ansonsten ist etwas mehr Investition angesagt: zB

https://www.conrad.at/de/p/rigol-rp1018h...15547.html

oder

https://www.highvoltageprobes.com/product/pvm-5/

(Nehme ich beide zum Messen, je nach Anforderung.)
    Don't worry about getting older.  You're still gonna do dumb stuff...only slower.
 
Reply
(20.03.2025, 06:35 AM)Gucki schrieb: Dein Snubber wäre dann nur ein Schnörkel, den man auch weglassen kann.
Ich brauche ihn zum Schutz des Mosfet. Es gibt 12V-Zündungen, die offensichtlich ohne grossen Kondensator auskommen (dafür andere Probleme haben). Und auch 6V-Zündungen mit HV-Transistor in so kleinem Bauraum, dass da eigentlich auch keiner drin sein kann. Schaltung natürlich vergossen und geheim.

(20.03.2025, 06:35 AM)Gucki schrieb: BTW... die "Transformation einer Kapazität" kann man höchst trickreich nutzen:
Lustig  lachend . Kapazität reicht nicht? Na, dann einfach die Spannung hoch, so passt dann doch genug Energie in den Kondensator.
 
Reply
(20.03.2025, 10:02 AM)kahlo schrieb: Es gibt 12V-Zündungen, die offensichtlich ohne grossen Kondensator auskommen (dafür andere Probleme haben). Und auch 6V-Zündungen mit HV-Transistor in so kleinem Bauraum, dass da eigentlich auch keiner drin sein kann. Schaltung natürlich vergossen und geheim.
Na, so ein ker. 47nF/630V oder 100n  ist nicht sooo gross...wie schon vorgeschlagen.

zb
https://www.mouser.de/ProductDetail/Wals...FlLQ%3D%3D
    Don't worry about getting older.  You're still gonna do dumb stuff...only slower.
 
Reply
Danke Alfsch. Das Problem ist der ggfls. steile Peak, bis der Überspannungsableiter zündet. Der ist nicht sehr interessant und auch kaum zu sehen. Aber gefährlich.

Aber vielleicht ist der schon längst Geschichte, weil meine 2nF alles wegbügeln.

Ich werde mal den Versorgungsstrom langsam erhöhen. Die Ausgangsspannung steigt dann langsam an und ich kann stoppen, wenns über 500V geht. WENN ich die Peaks richtig sehen kann.
 
Reply
Die kommerzielle Lösung einer vollelektronischen Zündung inklusive µC-gesteuerter Zündzeitpunktverstellung ist geradezu unverschämt klein:
[Bild: ulismotorradladen_1081121.jpg]
Kontaktlose-Zuendanlage-EZA-1-R24-R26-schmale-Ausfuehrung.aspx
 
Reply
Zitat:...ist geradezu unverschämt klein


Wenn die gezeigten Schrauben und Scheiben M8 sind, dann nicht so sehr  klappe
 
Reply
Die Schrauben sind M3,5
 
Reply
Meine 130V VDR haben 500pF. Drei oder vier davon in Reihe stören nicht, weil ich ja eh 2nF parallel hab. Und angeblich sind die Dinger nanosekundenschnell.
 
Reply
Gelber Spulenstrom 1.5A. Sekundär 2nF, VDR-Begrenzung auf 250V. Wir brauchen genaue Spannungen, damit wir Glimm- von Bogenentladungen unterscheiden können.

Primär 330nF. Sekundärspannung in blau:

   

2nF lädt sich auf. Dann gehts gleich in die Bogenentladung. Kondi leer. Neuaufladung. Bogenentladung. Nach ein paar Versuchen stellt sich dann endlich die 60V Glimmentaldung ein und schließlich der stabile 10V Lichtbogen.

Hmmmm.... 

Kahlos Snubber. 100nF plus Diode + Entladewiderstand:

   

Weniger Power. Längere Oszillationszeit. Dann Glimm und Bogenentladung. Mit dem Auge sieht man das 200 kHz Schwingen natürlich nicht.

Damit sind wir dann wieder bei kahlos blauem Rauschen. Funktioniert sein selbstgemachtes Zündkerzen-Modell etwa doch richtig?
 
Reply
Diese Blitzoszillationen kennen wir auch vom Gewitter. Sobald der erste Blitz mühsam mal einen Blitzkanal geschaffen hat, gehen Folgeblitze da wie Butter auch durch. Mehrfach. Sobald mein Ableiter voll ist mit Ionen, wird das Ding richtig schnell.
 
Reply
Der Sekundärwiderstand der Zündspule sollte eigentlich gar keine dauerhafte Bogenentladung erlauben. Meiner bescheidenen Meinung nach geht die Spannung hoch bis zur Entladung. Dann geht der Zyklus von vorne los, bis der Kern entsättigt ist. Das ist bei meiner Zündspule nach ca. 700µs der Fall.
 
Reply
(20.03.2025, 01:18 PM)kahlo schrieb: Der Sekundärwiderstand der Zündspule sollte eigentlich gar keine dauerhafte Bogenentladung erlauben. Meiner bescheidenen Meinung nach geht die Spannung hoch bis zur Entladung. Dann geht der Zyklus von vorne los, bis der Kern entsättigt ist. Das ist bei meiner Zündspule nach ca. 700µs der Fall.

no.
Es gibt (fast) immer eine durchgehende Entladung, bis die Energie nicht mehr zum Aufrechterhalten des Bogens ausreicht.
Eine Unterbrechung der Entladung gibts nur "gewaltsam" : heftige Luftströmung etc. , falls das im Brennraum passiert, ist das dann "schlechte " Zündung, weil Gemisch nicht richtig durch-gezündet wird. Welche Brenn-Dauer des Zündfunkens optimal ist, hängt von anderen Faktoren ab (Strömung im Brennraum, Zündverzug bei Brennstoff XY , Rennmotor/...Oldtimer, Drehzahl, Luftfeuchte usw.), also eher länger, durchgehend oder kurz, heftig, aber mehrmals (glaube Formel 1 verwendet sowas), weil bei heftigster Strömung der Bogen schnell ausgeblasen werden kann oder bei Vollgas und niedriger Drehzahl und dann nur Bogen nochmals neu wieder was bewirkt ("burst" is aber schon eher was spezielles). ( https://wiki.rusefi.com/Multi-Spark/ )

Oder es gibt eine ON-OFF-Schwingung, bei entsprechend grosser Kapazität und "langsamer" Nachladung dieser Kapazität.
    Don't worry about getting older.  You're still gonna do dumb stuff...only slower.
 
Reply
Kahlo: ich glaube nicht, dass wir unser Kerne sättigen. di/dt wird ja immer kleiner und nicht größer. Wir sehen ne ganz normale e-Kurve des Stromes mit dem Endwert nach dem Ohmschen Gesetz.

Meine 2nF hab ich diskret am Ausgang der 220V-Wicklung angebracht. Der kann sich also brutal schnell entladen, weil nichts ihn bremst. In Deiner Spule kann das anders sein, weil Deine 25pF verteilt sind. Aber selbst durch 1kOhm können bei 10kV noch satte 10A fließen.
 
Reply
(20.03.2025, 04:02 PM)Gucki schrieb: Kahlo: ich glaube nicht, dass wir unser Kerne sättigen. di/dt wird ja immer kleiner und nicht größer. Wir sehen ne ganz normale e-Kurve des Stromes mit dem Endwert nach dem Ohmschen Gesetz.
Wie? Was? Natürlich ist der Kern gesättigt, wenn die Induktivität den Strom nicht mehr hemmt. Oder hab ich was grundlegendes verpasst?
 
Reply
Also in meinen Augen sehen wir die Oszillation, weil die Spannung zu schnell steigt.

Meine erste Oszillationsmessung war mit 330nF (5 Zacken). Und die zweite mit Kahlos 100nF-Kondi (17 Zacken).

5 * 3.3 = 16.5

Hammer, oder?

Jaja... ich liefere in einer Tour Präzisionsmessungen. Merkt nur keiner. Ich meist auch nicht  Big Grin
 
Reply