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Homöostat & Co.
#2
Das Problem beim Homöstaten ist jedoch, dass er "zeitlos" ist. Er bemüht sich nur um einen stabilen Zustand im Hier und Jetzt. Er hat keine Erinnerung und keine Erwartung.

Einfache schrittweise Lösungen wie "ich öffne den Schrank, entnehme den Hammer und öffne damit dann die Nuss" sind für ihn schwer bzw. unerreichbar. Derartige Lösungsfolgen sind aber auch bei realen Lebewesen durchaus eine Herausforderung. Hunde sollen das gerade noch schaffen. Katzen aber nicht mehr. Insofern sollte ein simpler Homöstat erstmal reichen.

Wo kann man einen Homöostaten einsetzen?

Nun... ein Homöostat sucht den Frieden. Wenn man ihn mit einem Lenkrad und einem Antrieb und einem Mikrofon ausstattet, so wird er in einer Diskothek erst ruhen, wenn er einen (nicht aber unbedingt den) ruhigsten Punkt erreicht hat.

Wenn man seine Sensorik mit ein paar Aktienkursen koppeln würde und seine Ausgangs-LEDs "kaufen" oder "verkaufen" zeigen, so würde er wahrscheinlich Kursgewinne erreichen. Nicht aber unbedingt optimale Gewinne.

Er hat halt nicht die Präzision eines Computers. Ein Homöostat ist eher ungenau. Aber genau dadurch eben (oft - nicht immer) hocheffektiv.

Ich denke, dass man einen Homöostaten am besten mit einer Fahrmechanik und ein paar Sensoren kombinieren sollte. Viele Sensoren brauchen es allerdings nicht zu sein, weil der Homöostat fehlende Sinne sozusagen automatisch ausgleicht. Tatsächlich kann man nachweisen, dass in seinem Inneren ein Abbild der Umwelt entsteht. Selbst dann, wenn er nur einen einzigen (Bestrafungs)-Sensor hätte. Allerdings wird das Abbild der Umwelt genauer, wenn mehr Sensoren vorhanden sind.

Stellen wir uns mal eine Amöbe vor. Sie wird da wegschwimmen, wo es ihr unangenehm ist. Um das festzustellen, hat sie ein paar Sensoren für ihre Umwelt. Man kann also eine Amöbe vertreiben, wenn man ihre Umwelt unwirtlich gestaltet. Und man kann sie mit einem freundlichen Umfeld anlocken. Genau das (und kein Stück mehr) ist das Grundprinzip sämtlicher Lebensformen, die wir kennen!

Ab und an wird die Gewichtung der Sensoren mal umgestellt. In periodischen Zeiten der Fortpflanzung werden andere Sensoren priorisiert als in den Zeiten der Nahrungsbeschaffung. Auch dies sollte in einem guten Homöostaten enthalten sein. Er sollte wechselweise Hunger bekommen (Ladestation), müde werden (Nachts), poppen wollen (doof, wenn man nur einen erschuf) oder neugierig sein.

Das hört sich alles kompliziert an. Ist es aber wirklich nicht. Das "Leben" ist - aus kybernetischer Sicht - eigentlich recht überschaubar. Es ist die Suche nach der Zufriedenheit.
 
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Nachrichten in diesem Thema
Homöostat & Co. - von Rumgucker - 10.05.2014, 07:46 AM
[Kein Betreff] - von Rumgucker - 10.05.2014, 08:21 AM
[Kein Betreff] - von Rumgucker - 12.05.2014, 07:07 AM
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