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NF-Messungen in Röhrenschaltung, Signaleinspeisung
#41
Zitat:Original geschrieben von Beate
So. #16 ausgeführt. Ergebnis wie erwartet: die groben Abweichungen sind korrigiert, nachdem der GK-Widerstand den Sollwert hat.

Sehr schön. Sieht doch alles klasse aus. Aber was war nun mit dem 2,2k-Widerstand genau los?

-------

EDIT: sieht das wirklich so klasse aus? Die Katodyn-Stufe gefällt mir nicht. Die Gitterspannung sieht komisch aus. Dabei müsste die Röhre abgeschnürt sein. Ich tippe auf Fehlmessung der Gitterspannung, weil der Rest zu stimmen scheint. Vermutlich zu niederohmiges Messgerät.
 
#42
Den hatte ich auf 15 k vergrößert, um eine weniger "laschen" Sound zu bekommen.

Lange bevor das eigentliche Problem auftrat. Das war ein geplatzer Elko in einem der Eingangsmodule. Nach der Reparatur dann Hochspannung auf dem Eingang dieses Moduls.

Über den zweiten Eingang funktionierte der Verstärker. Beim Versuch, das Gerät zu messen, gabs dann etliche Folgefehler - abgerissene Verbindungskabel, durchbrennende Sicherungen, durchgeschlagene Gleichrichterdiode. Dazu gibts einen Thread in der RBude. Deshalb habe ich auch so genervt auf die defekte Glühlame reagiert, und auch gestern abend habe ich vorsichtshalber mal zwei Leitungen abisoliert und neu verlötet.

Wie wir aber weiter oben erarbeitet haben, müssen die Spannungswerte auch da schon so verquer gewesen sein. Der Verstärker funktionierte allerdings, und zwar augenscheinlich trotz dieser verqueren Betriebsspannungen.
Fazit: die Änderung musste rückgängig gemacht werden, allein schon weil sie einige Bauteile auf Dauer überfordert, insbesondere den Kathoden-Kondensator dieser Stufe. Eine verminderte Gegenkopplung will ich natürlich immer noch - aber auf sinnvollere Weise.

Und das Problem, nach dem ich eigentlich und vordringlich suche, besteht natürlich nach wie vor.
 
#43
Zitat:Original geschrieben von Beate
Und das Problem, nach dem ich eigentlich und vordringlich suche, besteht natürlich nach wie vor.

Ok... jetzt hast Du die Kiste soweit repariert. Bitte miss nochmal die Spannung zwischen Gitter und Katode in der Katodyn-Stufe. Da gefielen mir Deine Spannungsangaben noch nicht so.

Danach sollten wir dann die weiteren Schritte diskutieren.

 
#44
R132 ist Kathodenwiderstand und Signalrückführungwiderstand also eine Doppelfunktion.
Die Verstärkung kann durch verkleinern von R131 erhöht werden.
Bei Dicky Hoppenstedt konnte das Geschlecht auch nicht so einfach bestimmt werden.



 
#45
Zitat:EDIT: sieht das wirklich so klasse aus? Die Katodyn-Stufe gefällt mir nicht. Die Gitterspannung sieht komisch aus. Dabei müsste die Röhre abgeschnürt sein. Ich tippe auf Fehlmessung der Gitterspannung, weil der Rest zu stimmen scheint. Vermutlich zu niederohmiges Messgerät.

Mir gefällt da noch viel mehr nicht, vor allem die viel zu hohen Anodenspannungen von Rö 4, aber auch an der Katodynstufe. Und dann die ebenso deutlich zu geringen Werte an der ECC808.
Im Vergleich zu den Werksangaben sieht das aus wie gewürfelt. Auch wenn das Gerät damit funktionieren sollte, sind die Abweichungen auffällig. Gerade auch am Katodyn, wo ja ein zu hoher Strom fließen sollte.

Kann das Folge davon sein, dass zwei Röhren gezogen sind? (ohne die ECC808 auf diesem Modul geht die Anodenspannung am Katodyn nochmal um 9-10 V hoch)

Wenn ich nochmal nachmesse, werde ich wohl mein altes Analog-Multimeter nehmen (ein Philips PM2505 - http://www.radiomuseum.org/r/philips_ele..._pm_3.html.
 
#46
Zitat:Original geschrieben von Hoppenstett
Die Verstärkung kann durch verkleinern von R131 erhöht werden.

Hoppi.. ich versuch hier so was ähnliches wie eine geradlinige Vorgehensweise einzuführen. Erst reparieren. Dann modifizieren.

Man muss doch erstmal ein sicheres Fundament haben, bevor man darauf ein Haus erbaut.
 
#47
Das ist auch meine Meinung, aber Frauen können ja Multitasking. klappe Big Grin

Es handelt sich hier ja noch um ein 220V Gerät ... misstrau
Bei Dicky Hoppenstedt konnte das Geschlecht auch nicht so einfach bestimmt werden.



 
#48
Zitat:Original geschrieben von Beate
Kann das Folge davon sein, dass zwei Röhren gezogen sind? (ohne die ECC808 auf diesem Modul geht die Anodenspannung am Katodyn nochmal um 9-10 V hoch)
Wenn ich nochmal nachmesse, werde ich wohl mein altes Analog-Multimeter nehmen (ein Philips PM2505 - http://www.radiomuseum.org/r/philips_ele..._pm_3.html.

Alle im Schaltbild gezeigten Röhren sollten auch stecken. Sonst jagen wir Phantomen nach.

Das PM2505 ist super.
 
#49
Stimmt. Hier äußert sich das im Sinne von schon mal vorausdenken, während man das Fundament baut. Was offenbar nicht alle hier nachvollziehen können.

Ich habe die problematische Änderung zurückgebaut und hätte danach auf jeden Fall auch so die Spannungsmessungen wiederholt. Ich werde einen Teufel tun, so gravierende Eingriffe in das Gerät wie das Manipulieren der GK wirklich durchzuführen, bevor das Gerät nicht wieder komplett läuft. Aber schon mal drüber nachdenken ist doch ok?

Eine Modifikation werde ich allerdings noch vornehmen, und zwar als allernächstes: die kurzen Drähtchen, mit denen die Eingangsbuchsen an der Platine angeschlossen sind, find ich richtig nervig. Man muss sie bei jeder Arbeit am Gerät ablöten. Da werde ich jeweils 10-15 cm 2-adrige abgeschirmte Litze einfügen.

Als nächstes geht es doch wohl konkret darum, zumindest zu verstehen, wieso einige Spannungen so deutlich von den Sollwerten abweichen. Es kann m.E. gut sein, dass die zu große Anodenspannung am PI die Ursache der von Gucki zu recht monierten großen Potentialdifferenz zwischen Katode und Gitter dieser Stufe ist. Zumindest muss ausgeschlossen werden können, dass das nicht der Fall ist.

Unabhängig davon werde ich aber mal checken, ob der PI wirklich schon abgeschnürt ist.
 
#50
Zitat:Original geschrieben von Rumgucker
Alle im Schaltbild gezeigten Röhren sollten auch stecken. Sonst jagen wir Phantomen nach.

Das Problem ist, dass ich Grund zu der Annahme habe, dass eine der beiden ECC808 mit einiger Wahrscheinlichkeit defekt ist - wie gesagt - 160 V am Eingang. Deshalb sind die Röhren zur Zeit noch draußen.
 
#51
Zitat:Original geschrieben von Beate
Eine Modifikation werde ich allerdings noch vornehmen, und zwar als allernächstes: die kurzen Drähtchen, mit denen die Eingangsbuchsen an der Platine angeschlossen sind, find ich richtig nervig. Man muss sie bei jeder Arbeit am Gerät ablöten. Da werde ich jeweils 10-15 cm 2-adrige abgeschirmte Litze einfügen.
Da rate ich von ab.

Zitat:Original geschrieben von Beate
Unabhängig davon werde ich aber mal checken, ob der PI wirklich schon abgeschnürt ist.
Sie ist nicht abgeschnürt, wie die Katodenspannung ja zeigt.

Du hast lediglich die Gitterspannung falsch gemessen. Deswegen mein Tipp: halt das Messgerät direkt zwischen Gitter und Katode, negativer Pol aufs Gitter.
 
#52
Zitat:Original geschrieben von Beate
Das Problem ist, dass ich Grund zu der Annahme habe, dass eine der beiden ECC808 mit einiger Wahrscheinlichkeit defekt ist - wie gesagt - 160 V am Eingang. Deshalb sind die Röhren zur Zeit noch draußen.

Ich seh in Deinem Schaltbild nur eine ECC808.

[Bild: 1839_82004.mess1.png]

An der Anode des linken ECC808-Systems hast Du 160V angetragen. Und rechts 152V. Die katodenspannungen lagen beide Male knapp unter 2V. Das sind doch nicht die Spannungen bei gezogener Röhre und gibt auch keinen Hinweis auf einen Defekt der ECC808.

Von "160V am Eingang" hab ich nichts gesehen.
 
#53
Vielleicht sollte ich mal was erklären, Beate. Nur damit wir so ungefähr die gleichen Dinge meinen....

Wenn zum Beispiel durch Rö3 (linkes System der ECC808) Strom fließt, so fließen die selben Elektronen auch durch den Katodenwiderstand R105 und den Anodenwiderstand R104. Weil diese beiden Widerstände und Rö3 in Reihe geschaltet sind.

Soweit bestimmt klar.

Spannender ist aber, dass der Stromfluss durch die Widerstände einen Spannungsabfall über den Widerständen hervorruft, den man direkt messen kann.

Du hast über R105 ganze 1.6V gemessen.

Das URI-Gesetz kennst Du (U = R * I). Wenn ich den Strom in allen drei Bauteilen wissen will, so muss ich nur umstellen I = U / R und einsetzen I = 1,6V / 1,8kOhm = 0,89mA.

Dieser Strom fließt also auch durch R104 und bewirkt da folgenden Spannungsabfall U = I * R = 0,89mA * 150kOhm = 133,5V

Wenn Du diese 133,5V zu Deinen an der Anode gemessenen 160V addierst, so kommen ziemlich genau die von DIr gemessenen 305V raus. Leider nicht ganz perfekt, aber das schieb ich auf Dein Messgerät.

Soweit klar?

Diese kleine Rechnung zeigt, dass da auch keinerlei Strom abfließt, zum Beispiel über den für Gleichstrom undurchlässigen Koppelkondensator C102. Der C102 ist also vermutlich ok.

So kann man sich mit Deinen Spannungsangaben durch jede Stufe durchrechnen.

Versuch doch bitte mal, auf gleiche Weise die rechte Hälfte der ECC808 durchzurechnen.
 
#54
Zitat:Original geschrieben von Rumgucker

Wenn Du diese 133,5V zu Deinen an der Anode gemessenen 160V addierst, so kommen ziemlich genau die von DIr gemessenen 305V raus. Leider nicht ganz perfekt, aber das schieb ich auf Dein Messgerät.

..oder aber auf die alten 10-20%igen Widerstaende... lachend klappe
Nur schnell noch....ohh.....hmm.....shit......na egal!
Nicht alles was funktioniert sollte es auch.
 
#55
Zitat:Original geschrieben von madmoony
..oder aber auf die alten 10-20%igen Widerstaende... lachend klappe

Stimmt. Vergisst man immer angesichts der heutzutage handelsüblichen 1% Widerstände.

 
#56
Zitat:Original geschrieben von Rumgucker
Ich seh in Deinem Schaltbild nur eine ECC808.
Weiter oben habe ich den kompletten Plan verlinkt.

Das hier ist nur ein Ausschnitt. Wie man eigentlich unschwer erkennen kann.

In diesen Geräten gibt es noch Eingangsmodule.
Je nach Ausführung 2, 3 oder 4. Jedes dieser Module enthält eine weitere ECC808. Wenn vier Module verbaut sind, heisst die Kiste Eminent, sonst Bassking.

Das eine System der hier sichtbaren ECC808 ist der Addierer hinter den Eingangsmodulen. Die Kopplungswiderstände befinden sich auf den Eingangsmodulen und gehen auf Port 10. Außerdem gehts von den Modulen aus nochmal ins Hallgerät. Entkopplung wieder auf den Modulen, über Port 11 auf ein System von Rö2 (Katodenfolger, ganz links im Bild)

Vom Hallgerät gehts dann über Port 13 auf das andere System der ersten ECC83. Das zweite System der hier gezeigten ECC808 bedient einen DIN-Tonabndeingang, der auf der Rückseite des Geräts angebracht ist.
 
#57
Beate... Vorschlag: wenn Du was beschreibst, verlink es doch einfach in Deinem Beitrag nochmal. Du ersparst uns viel Gesuche.

Lass uns aber trotzdem mal die gezeigte rechte ECC808 durchrechnen.

[Bild: 1839_82004.mess1.png]
 
#58
Zitat:Original geschrieben von Rumgucker
Wenn Du diese 133,5V zu Deinen an der Anode gemessenen 160V addierst, so kommen ziemlich genau die von DIr gemessenen 305V raus. Leider nicht ganz perfekt, aber das schieb ich auf Dein Messgerät.

Soweit klar?

Natürlich.
Aber die 305 V sollten eigentlich 285 V sein. Was vielleicht an den beiden fehlenden Röhren liegen kann - deren Strom vergrößert natürlich die Spannungsabfälle in der Siebkette.
Und die 160 V sollten trotzdem 170 V sein - bei nur 285 V. Mich überrascht ein wenig, dass das so viel ausmacht - aber ich habe nicht nachgerechnet.

Verstehst Du jetzt, was *ich* meine?

Die Messungen mit dem Voltcraft und dem PM2505 liegen übrigens nach meiner Erfahrung in anderen Röhrenverstärkern nicht übermäßg weit auseinander. Tatsächlich gerade so weit, dass sie geringe Differenz in Deiner obigen Abschätzung erklären, mehr aber auch nicht.


Ich verstehe übrigens nicht, warum es schlecht sein soll, die offenen Drähtchen zu den Eingangsbuchsen um abgeschirmte Kabel zu verlängern. Im Zweifelsfall werden so die Zuleitungen der angeschlossenen Quellen um jene paar cm verlängert. Was macht das bei 10 m Mikrofonkabel (zweiadrig abgeschirmt) noch aus?

Es wird Zeit, dass ich die gezogenen Röhren einstecke und schaue, was passiert. Anders diskutieren wir hier endlos im Kreis und erzeugen unnötig Reibung.
 
#59
Für welche Netzspannung ist den das Gerät eingestellt?
Bei Dicky Hoppenstedt konnte das Geschlecht auch nicht so einfach bestimmt werden.



 
#60
Zitat:Original geschrieben von Beate
Verstehst Du jetzt, was *ich* meine?
Ich verste NICHT, was Du meinst.

Ich bat Dich um ein Schaltbild mit eingetragenen Messwerten. Nun sind die Messwerte alle irgendwie doch anders.