Wärend kahlo bohrt und feilt werde ich mal ein wenig rumlabern....
Irgendwie erinnern mich Bandres und Kahlos Maschinen an
dicke Maulwürfe. Sie sind robust und kräftig. Aber sie sind stockblind und wirken behäbig.
Überwiegend werden sie sich mit dem Fortbewegen ihrer eigenen schweren Teile befassen. Nur ganz selten wird ihre ganze Kraft wirklich zu 100% benötigt. Für diese seltenen Spitzenkraftmomente sind sie ausgelegt. Denn da sie blind sind, sollen sie auch dann zuverlässig drehen können. Und zur Sicherheit lässt man auch selbst dann noch eine Reserve. Denn nichts ist schlimmer, als eine falsche Zählung der Schrittmotoren.
Die Natur jedoch zeigt, wie es gemacht wird. Nicht Lebewesen mit großer und blinder Kraft wurden erfolgreich. Es waren vielmehr die kleinen, flinken und mit feiner Sensorik ausgestatteten intelligenten Wesen. Wesen, die fühlen und sehen können. Wesen, die eine Oberfräse mit einer Kamera ergänzen und dann damit feinste Fräsungen ableisten. Mit geringster Muskelkraft, denn keines dieser Wesen könnte Bandres Maschine festhalten.
Lernen wir vom Egalisator !
Es kommt nicht auf überquellende Kraft bei größter Präzision an. Nein. Es kommt viel mehr auf eine Überwachung, auf eine Regelung, auf eine Gegenkopplung an. Selbst ein schwachbrüstiger Verstärker kann durch eine Gegenkopplung um Dekaden niederohmiger (sprich "kraftvoller") erscheinen. Und auch sein schwachbrüstiges Keuchen und Klirren wird durch eine Gegenkopplung vermindert und der Klang wird präzise. Das wissen wir alle.
Warum wenden wir dieses Prinzip nicht auch im Maschinenbau an? Sensoren brauchen wir doch sowieso, wenn die Maschine irgendwas abtasten soll. Warum dann nicht gleich Nägel mit Köpfen, bzw. Augen... ?